Als ganz spezielles Medium steht dem Leitsystem der Zugang zu nur einem unserer fünf Sinne offen: dem Sehen. Bewegt sich der Mensch von einem Ort zum anderen, so ist das Sehen der am meisten beanspruchte Sinn; dem Leitsystem wird dadurch sein Zugang zum Auge erschwert. Ist das Leitsystem zu zurückhaltend, kann es seine Aufgabe nicht erfüllen; ist es zu aufdringlich, stört es die Raumwahrnemung des Menschen insgesamt. Das Leitsystem als Medium verlangt die Definition von Sender und Empfänger: Wer spricht zu wem? Erst dann kann es zusammen mit der räumlichen Umgebung wirken, um den Empfänger mit Nachrichten zu versorgen, deren Inhalt Aufnahme, Orientierung, Information und Erkennung sein kann. Als fester Bestandteil des Gebäudes beschränkt sich das Leitsystem darauf, Organisation und Funktion im Sinne seiner ständigen und gelegentlichen Nutzer zu unterstreichen. Zu präsent ermüdet es den ständigen Nutzer, zu zurückhaltend ärgert es den Besucher. In seiner Struktur dem Gebäude verbunden, in seiner Funktion jedoch abhängig vom "Sender", muss das Leitsystem sowohl über die Beständigkeit des Gebauten als auch über das Entwicklungspotential eines lebendig-organischen Inhaltes verfügen. Ist es zu beständig, ist es rasch überholt. Ist es zu flüchtig, verliert es seine Glaubwürdigkeit. Das Leitsystem pendelt zwischen diesen Widersprüchen, und oft fällt es ihm schwer, den richtigen Ton zu treffen, der von zielgerichteter Vorgehensweise und von der Beherrschung komplexer Elemente zeugt. Seit 1987
beschäftigt
sich
Zum Vertrieb seiner Produkte und seines Wissens stützt
sich
|